Freier Zugang
Adresse: gegenüber vom Bahnhof, Rue de la Gare L-7228 Walferdange
Anlage: 1966 – Neugestaltung: 2014
Einweihung: 19. Juni 2015
Gegenüber dem Bahnhof von Walferdingen empfängt ein bezaubernder Rosengarten Reisende und Einwohner, die sich hier erholen möchten. Zum Gedenken an ihre ehemaligen Rosenzüchter hatte die Gemeinde 1966 einen ersten Rosengarten angelegt. Am 19. Juni 2015 weihte Erbgroßherzogin Stephanie in Anwesenheit zahlreicher Gäste den neu gestalteten Rosengarten ein.
Der klassisch gestaltete Rosengarten mit mehr als siebzig Rosensorten wird von einer langen Pergola aus rostigen Stahlbögen strukturiert, an denen Kletterrosen und Ramblerrosen emporranken: Im Frühling ist dies ein spektakulärer Anblick. Im zentralen Beet steht die Rose „Walferdange“, umgeben von Rosen, die den Mitgliedern der großherzoglichen Familie gewidmet sind. Die Rose „Prince Henri”, eine scharlachrote Teehybride, blüht im Vordergrund des Beetes. Sie gilt als die letzte in Luxemburg gezüchtete Rose und wurde 1962 von Justin Kohl, einem Bürger aus Walferdange, gezüchtet. Drei weitere Beete beherbergen eine interessante Sammlung alter luxemburgischer Rosen sowie moderne Sorten. Bänke im Schatten einer majestätischen Zeder laden zum Entspannen ein. Dank der fruchtbaren Erde und des milden Klimas entlang der Alzette hatten sich mehrere Familienbetriebe von Rosenzüchtern in der Region Walferdingen zur Blütezeit des Rosenanbaus in Luxemburg Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts niedergelassen. Die Rose „Walferdange”, die „Rue des Roses”, der „Rond-Point des Roses”, die „Fêtes des Roses” sowie die Städtepartnerschaften mit Schmitshausen (D), Longuyon (F) und Limana (I), Gemeinden, die ebenfalls für ihre Rosen bekannt sind, zeugen von der engen Beziehung der Gemeinde Walferdingen zur Königin der Blumen.
Nur wenige Schritte vom Rosengarten entfernt, gegenüber dem Bahnhof, erinnert ein Denkmal mit dem Titel „Les Traces ineffaçables de l’être humain” (Die unauslöschlichen Spuren des Menschen) an das Schicksal der Juden von Walferdingen während des Zweiten Weltkriegs. Das zeitgenössische Werk aus schwarzem Granit wurde vom luxemburgischen Bildhauer Tom Flick geschaffen. Vier Beete sind mit weißen luxemburgischen Rosen bepflanzt. Als Zeichen des Friedens symbolisiert die weiße Rose gleichzeitig Abschied und Trauer. Das 2017 eingeweihte Denkmal erinnert an die Opfer des Holocaust, macht aber auch auf das Schicksal unschuldiger Opfer anderer Verbrechen gegen die Menschlichkeit aufmerksam.